Kläranlage Siegen
interaktive Karte der Kläranlage in Siegen mit Beschreibungen der anklickbaren Bauwerke.
Nachklärbecken I
Nachklärbecken II
Nachklärbecken III
Belebungsbecken I - III
Das Belebungsbecken reinigt das Abwasser biologisch, indem Milliarden von Bakterien die gelösten organischen Schadstoffe als Nahrung abbauen. Damit diese Mikroorganismen überleben und aktiv arbeiten können, wird das Becken über Bodendüsen kontinuierlich mit Sauerstoff belüftet und stark durchmischt. Durch diesen Prozess schließen sich die Bakterien zu Flocken zusammen, die sich im anschließenden Nachklärbecken leicht vom sauberen Wasser trennen lassen.
Flockungsfiltration
Die Flockungsfiltration ist ein kombiniertes chemisch-mechanisches Verfahren am Ende des Reinigungsprozesses, das kleinste Reststoffe und gelösten Phosphor aus dem Wasser entfernt.
Belebungsbecken IV + V
Das Belebungsbecken reinigt das Abwasser biologisch, indem Milliarden von Bakterien die gelösten organischen Schadstoffe als Nahrung abbauen. Damit diese Mikroorganismen überleben und aktiv arbeiten können, wird das Becken über Bodendüsen kontinuierlich mit Sauerstoff belüftet und stark durchmischt. Durch diesen Prozess schließen sich die Bakterien zu Flocken zusammen, die sich im anschließenden Nachklärbecken leicht vom sauberen Wasser trennen lassen.
Vorklärbecken I
Im Vorklärbecken verringert sich die Fließgeschwindigkeit des Abwassers drastisch, sodass sich schwerere organische Stoffe durch die Schwerkraft als Primärschlamm am Beckenboden absetzen. Gleichzeitig schwimmen leichtere Stoffe wie Öle und Fette an die Oberfläche, wo sie kontinuierlich von einem Räumer abgeschöpft werden.
Vorklärbecken II
Im Vorklärbecken verringert sich die Fließgeschwindigkeit des Abwassers drastisch, sodass sich schwerere organische Stoffe durch die Schwerkraft als Primärschlamm am Beckenboden absetzen. Gleichzeitig schwimmen leichtere Stoffe wie Öle und Fette an die Oberfläche, wo sie kontinuierlich von einem Räumer abgeschöpft werden.
Faulturm I
Im Faulturm bauen Bakterien den organischen Klärschlamm unter Ausschluss von Sauerstoff biologisch ab, wodurch das Volumen des Schlamms stark reduziert wird. Bei diesem Gärprozess entsteht wertvolles Biogas (Methan), das die Kläranlage zur eigenen Strom- und Wärmeerzeugung nutzt.
Faulturm II
Im Faulturm bauen Bakterien den organischen Klärschlamm unter Ausschluss von Sauerstoff biologisch ab, wodurch das Volumen des Schlamms stark reduziert wird. Bei diesem Gärprozess entsteht wertvolles Biogas (Methan), das die Kläranlage zur eigenen Strom- und Wärmeerzeugung nutzt.
Sandfang
Der Sandfang reduziert die Fließgeschwindigkeit des Abwassers, sodass schwere mineralische Stoffe wie Sand, Kies und Glassplitter auf den Beckenboden sinken. Dadurch werden die nachfolgenden Maschinen und Pumpen vor erheblichem Verschleiß und Verstopfungen geschützt.
Rechenanlage
Die Rechenanlage fängt als erste Station der mechanischen Reinigung grobe Fremdkörper wie Feuchttücher, Plastik, Äste und Hygieneartikel mithilfe von Gittern oder Sieben ab. Diese herausgefilterten Stoffe, das sogenannte Rechengut, werden anschließend automatisch aus dem Abwasser gehoben, gewaschen, gepresst und entsorgt.
Abluftfilter
Der Abluftfilter reinigt die geruchsintensive und schadstoffbelastete Luft aus geschlossenen Anlagenteilen wie dem Rechenhaus oder der Schlammbehandlung. Mithilfe von biologischen Verfahren (Biofilter) oder chemischen Wäschern entfernt er stinkende Gase wie Schwefelwasserstoff und Ammoniak, bevor die Luft in die Umwelt abgegeben wird.
Schlammwasserbehandlung
In der Schlammwasserbehandlung wird das stark mit Stickstoff (Ammonium) belastete Wasser gereinigt, welches beim Pressen und Entwässern des Klärschlamms entsteht. Da dieses Wasser zu giftig für die Bakterien im Belebungsbecken wäre, wird es in separaten Tanks meist über das hocheffiziente Anammox-Verfahren oder die Deammonifikation biologisch vorbehandelt. Spezielle Bakterien wandeln das Ammonium dabei mit sehr wenig Energie- und Sauerstoffaufwand direkt in harmlosen Luftstickstoff um, bevor das Wasser zurück in den Hauptkreislauf fließt.
Schlammentwässerung
In der Schlammentwässerung wird der eingedickte Schlamm mithilfe von Hochleistungsmaschinen stark zusammengepresst. Unter Zugabe von Flockungsmitteln trennt sich das restliche Wasser ab, sodass ein stichfester Klärschlammkuchen entsteht. Dieses verbleibende Material besitzt nur noch ein Bruchteil seines ursprünglichen Volumens und kann zur Klärschlammtrocknung transportiert werden.
Maschinenhaus
Sozialgebäude Kläranlage
Das Sozialgebäude beinhaltet neben Schaltwarte und Labor auch die Umkleiden uns Sozialräume der Mitarbeiter.
Verwaltungsgebäude
Das Verwaltungsgebäude ist das administrative Zentrum der Anlage. Hier befinden sich die Büros der Mitarbeiter, die für die Organisation der Kläranlage sowie des städtischen Kanalnetzes zuständig sind. Nach vorheriger Terminvereinbarung steht das Gebäude während der Öffnungszeiten auch Bürgern für persönliche Gespräche und Beratungen zur Verfügung.
Kanalbetrieb
Der Kanalbetrieb sorgt für den sicheren Transport des Abwassers im Stadtgebiet zur Kläranlage. Durch regelmäßige Inspektionen mit Kameras sowie Hochdruckspülungen werden Schäden und Verstopfungen im unterirdischen Rohrnetz frühzeitig behoben. Zudem wartet das Team Sonderbauwerke wie Pumpwerke und sichert die Entwässerung der Stadt auch bei Starkregen.
Gärtnerei der Stadt Siegen
Klärschlammtrocknung
Zulauf
Der Zulauf ist der erste Prozessschritt einer Kläranlage, an dem das unbehandelte Abwasser aus dem Kanalnetz eintrifft. Hier wird das Wasser über ein Pumpwerk angehoben, um den weiteren Durchfluss im natürlichen Gefälle zu gewährleisten, und es werden erste Kontrollmessungen sowie die Grobreinigung durchgeführt.
Verteilerbauwerk
Gasbehälter
Der Gasbehälter einer Kläranlage speichert das biologisch erzeugte Klärgas (hauptsächlich Methan und Kohlendioxid), das beim Abbau von Klärschlamm im Faulturm entsteht. Er dient als elastischer Puffer zwischen der kontinuierlichen Gasproduktion und dem schwankenden Gasverbrauch der Anlage.
Nacheindicker
Nach dem Ausfaulen des Klärschlamms im Faulturm wird dessen Wassergehalt im Nacheindicker durch Schwerkraft drastisch reduziert. Dieser Prozess verringert das Schlammvolumen erheblich und dient als optimale Vorbereitung für die anschließende Schlammentwässerung.
Überschussschlammeindickung
Aufgabe der Überschussschlammeindickung ist es, den sehr wässrigen Bakterienschlamm aus der biologischen Reinigungsstufe (Belebungsbecken) einzudicken, bevor er in den Faulturm gepumpt wird.