Neue Photovoltaikanlage in Betrieb

Bürgermeister Steffen Mues mit Christoph Quandel (l.) und Stephan Roth (r.) vom städtischen Entsorgungsbetrieb ESi bei der Vorstellung der neuen Solarmodule auf den Dächern der Betriebsgebäude im Goldammerweg
Foto: Stadt Siegen©

Der städtische Entsorgungsbetrieb ESi in Siegen nutzt künftig intensiv Strom aus Sonnenenergie: Die neue Photovoltaikanlage im Goldammerweg ist fertig, die Module wurden jetzt auf alle 17 nutzbaren Dächer der Betriebsgebäude auf dem Gelände der Kläranlage montiert. Es ist die erste Solarstromanlage dieser Größenordnung, die der städtische Entsorgungsbetrieb nach und nach „aufs Dach” gebracht hat.

 

In zwei Bauabschnitten wurden insgesamt 1.452 Module verbaut. Sie bringen eine Gesamt-Anlagenleistung von 442 Kilowatt Peak (kWp). „Allein auf unserem kommunalen Gebäudebestand haben wir in Siegen ein enormes Potenzial zum Ausbau. Mit der neuen Anlage bei ESi ist jetzt unsere größte kommunale Solaranlage an den Start gegangen”, sagte Bürgermeister Steffen Mues bei der Besichtigung der neuen Solarstromanlage. Sie stelle zugleich einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz in der Universitätsstadt dar.

 

„Insgesamt hat ESi rund 800.000 Euro in die neue Solaranlage investiert”, so Christof Quandel, Kaufmännischer Betriebsleiter von ESi. Die Jahresstromproduktion wird bei circa 250.000 bis 280.000 Kilowattstunden liegen – das entspricht einem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 70 Haushalten mit vier Personen. Der erste Bauabschnitt wurde bereits im Juli 2018 abgeschlossen, die zweite Ausbaustufe konnte zum Jahresende 2020 ans Netz angeschlossen werden.

 

Der selbst erzeugte und vor Ort verbrauchte Strom ist deutlich günstiger als ihn über ein Versorgungsunternehmen zu beziehen. Mit dem Solarstrom werden unter anderem die sechs ESi-Elektrofahrzeuge geladen. „Die ,Elektroflotte’ wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut, um so den Einsatz regenerativer Energien noch mehr zu unterstützen”, erläuterte Stephan Roth, Technischer Betriebsleiter bei ESi. Zusätzlich wurden bereits Zuschussanträge für fünf weitere Elektrofahrzeuge gestellt.

 

Geplant hat die Anlage die Firma „enerma – Gesellschaft für Energiedienstleistungen”, die Bauausführung hatte das Unternehmen „Solar Conze” aus Etzbach-Roth.